School of Education - Lehrer*innenbildung an der BUW

KAMINGESPRÄCHE - IMPULSFORUM PRAXISSEMESTER

Rückblick Teil II:
20.01.2021, 18-19 Uhr „Neue Rollen im Praxissemester?“

Moderation: Eva Parusel, Co-Moderation: Michaela Heer

Gäste: Monika Scholz (Schulleiterin Grundschule Dormagen), Jana Mahr (Studierende im Master of Education Bergische Universität Wuppertal (BUW)), Heike Ditzhaus (Fachleiterin ZfsL Solingen),
Dr. Bodo Przibilla (wissenschaftlicher Mitarbeiter BUW)

Das Gespräch war stark vom Eindruck des aktuell wirksamen Lockdowns geprägt. Die Diskussionsteilnehmer*innen berichteten zunächst von ihren persönlichen Erfahrungen und den aktuellen Herausforderungen, denen sie derzeit im Schul- bzw. Praxissemesteralltag begegnen. Als großes Defizit wird der fehlende persönliche Kontakt zwischen Lehrpersonen und Schüler*innen gesehen.
Die stark variierenden Rahmenbedingungen an den Praxissemesterschulen stellen zudem eine Herausforderung für die Studierenden und ihre Begleitungen selbst dar.
Auf der technischen Seite gebe es gerade für Grundschulkinder und die Familiensysteme dahinter erhöhten Unterstützungsbedarf, aber auch bereits gut erprobte Lösungen. Ein Mix aus analogen Materialien und vermehrt eingesetzten digitalen Tools findet Anwendung, um die Teilhabe aller Schüler*innen sicherzustellen. Es wird betont, dass die Sicherstellung von gleichberechtigter Teilhabe am Lernen erschwert wird.
Die Bedeutung der Kontakte und Beziehungsarbeit ist unter aktuellen Bedingungen umso wichtiger und gleichzeitig erschwert. Es wird die Frage gestellt, ob und wie Praxissemesterstudierende diese Aufgabe annehmen könnten und sollten.
Die Praxissemesterstudierenden werden als Bereicherung und Unterstützung wahrgenommen.

Konkrete Aufgaben, die deutlich werden, sind: Organisation von Kontakten, Ermöglichung von Beziehung, Unterstützung durch Strukturierung des Lerntages, Unterstützung durch Lernbegleitung.
Für die Praxissemesterstudierenden ist in ihrem Praktikum mit dem Auftrag des Forschenden Lernens zudem wichtig, dass Transparenz bezüglich der Anforderungen an zu erbringende Leistungen unter den aktuellen Bedingungen gewährleistet ist. Hier entsteht der Auftrag, die zu erbringenden Studienleistungen wertvoll und gleichzeitig flexibel und verlässlich zu gestalten.

Insgesamt wird deutlich, dass die Pandemie und die damit einhergehenden veränderten Gegebenheiten an Schulen und eben auch im schulpraktischen Teil des Praxissemesters ein hohes Maß an Flexibilität bei allen beteiligten Akteur*innen und Institutionen erfordern.

Das kommende Kamingespräch wird am Mittwoch 03.03.2021 stattfinden.
Das konkrete Thema wird an die Diskussionsergebnisse und die daraus entstandenen weiterführenden Fragen anknüpfen.

zuletzt bearbeitet am: 26.11.2021

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